Freitag, 15. August 2014

Erst mal eine Nacht drüber feiern - Meine Erlebnisse und Tipps.



Pulli: Nowhere / Jeans: Dr. Denim via FashionID / Schuhe: Frontrow Shop / Jutebeutel: Nowhere / Socken: Minga Berlin / Sonnenbrille: zeroUV / Hut: H&M

Anna Alessandra Kamaile über das feiern gehen: 

Wenn ihr mich kennt, wisst ihr dass ich gerne, sogar sehr gerne, feiern gehe. Wenn ihr das noch nicht wusstet ist hier das Geständnis: Ich gehe gerne, sogar sehr, sehr gerne feiern.
Wenn ich die Entscheidung habe in München ob ich denn lieber an einem Freitag Abend alleine daheim sitze und Film schaue, oder mit meinen Freundinnen einen drauf mach, gehe ich lieber einen drauf machen. Auch wenn ich pleite bin, ich geh feiern. Auch sogar manchmal mit Kopfweh oder Bauchweh - das geht schon wieder weg - ich geh feiern. Vielleicht ist es nicht immer das richtige aber da denke ich mir im wahrsten Sinne des Wortes YOLO, Leute (also sprich, you only live once, aber YOLO ist nur was für Kids der ganz coolen und hippen Sorte…muhaha). Man kommt auch wunderbar ohne Geld zurecht wie ich schon des öfteren erfahren und auch selber erlebt habe. Es funktioniert! Ich kann 0€ mitbringen oder 100€ und jedes mal ist alles weg. Also doch lieber mit 0€ weggehen… Da spart man sich am nächsten morgen den Facepalm mit dem Nachklang von "Oh Shit, schon wieder so viel ausgegeben".
Vor gut drei Wochen habe ich mein erstes richtiges Festival besucht, das Open Beatz Festival in Herzogenaurach, eine Halli-Galli Party für Fans der EDM (electronic dance music) Szene. Es war recht überschaulich und klein mit ca. 10K Besuchern am Wochenende von Freitag bis Sonntag, aber es hatte ein H-A-M-M-E-R Line-Up dafür, dass es eben so klein war. DJs wie R3HAB, Klingande, Showtek, Sander van Doorn, Vicetone, Robin Schulz, Danny Avila uvm. waren am Start und sorgten für Nonstop-Party. Natürlich wie das immer so ist an tollen Events: Man merkt erst wie toll es war, wenn man wieder in die Realität zurückkehrt… Tja und nach diesem sowas von ober-hammer-ultra-mega-scheiße-geilem Wochenende bin ich echt in so eine Art Loch gefallen. So viele coole Leute kennen gelernt, im Dreck gelebt und sich fast nur von Alkohol und Dosenfutter ernährt. Was für ein Leben. Ach und nicht zu vergessen, die ca. 4 Stunden (wenn überhaupt) Schlaf pro Nacht. Ich war danach mächtigst am Arsch aber überglücklich bis ich wieder am nächsten Montag Morgen in meinem Bett in Coburg aufgewacht bin. Das war null cool und absolut scheiße. Normal ziehe ich mir in solchen Tiefphasen gute Musik rein um mich umzustimmen aber nicht mal DAS hat funktioniert weil all die EDM Musik mit Power, die eigentlich gute Laune verbreitet mich einfach zu sehr an das Wochenende erinnert hat.
Diese Phase hielt ein paar Tage an und dann war es wieder vorbei. Ich kam wieder zu mir und beruhigte mein Inner-Party-Girl ein bisschen. Denn am darauffolgenden Wochenende kamen mich alle Leute, die ich in Herzogenaurach kennengelernt habe in München besuchen und wir gingen zusammen auf den Auftritt von NERVO, Plastik Funk und Cedric Gervais im Neuraum. Das war wieder so ein gutes und gelungenes Wochenende, dass ich mittlerweile hier in den U.S.A., wo man erst ab 21 so richtig feiern gehen kann auf Entzug bin! Zum Glück steht schon die nächste Party-Reihe an wenn ich zurück komme: Hausparty bei den Leuten vom Festival und danach Wiesn! Und mal schauen wie es in London weiter geht… Aber da muss ich mich auch andere Sachen konzentrieren.
Da meine Schulzeit in München eher.. Naja wie soll ich es sagen.. bisschen für die Katz war (mehr hier!), hatte ich viel Zeit die Clubs in München auszutesten. Hier sind nun meine Favoriten und Tipps nach zwei Jahren in dieser Stadt:

Beste Clubs:

Call me Drella (Maximilianplatz 5, 80333 München)

Verrückt und anders, gut aussehende und stylisch gekleidete Menschen (zumindest war das so als ich das letzte mal drin war, was leider schon wieder viele zu langer her ist.) Der Club ist für Mädels ab 22 und Jungs ab 25, wenn man sich aber geschickt anstellt kommt man auch unter der Altersbegrenzung rein ;) Preise sind für nen kleinen Geldbeutel nicht unbedingt freundlich (Longdrink 9,50€, Eintritt meist 7€, aber manchmal sogar frei für Frauen), aber es geht schon. Ich beschwere mich nicht. Musik ist eine Mischung aus Electro und Hip-Hop und eine sehr gute wie ich finde. 
Wenn man die Türsteher passiert hat erwartet das Drella einen mit theatralisch geschminkten Barkeepern und wilden Tänzern. Der Club an sich ist nicht groß, weswegen er sich schnell füllt und es  schnell warm wird. Aber ich bin jetzt nicht unbedingt jemand der gerne in einer VIP Area abgegrenzt von der Menge feiert nur um mehr Platz zu haben und a meinem Longdrink zu nuckeln. Manchmal ist es ganz nett, aber ich gehe nicht feiern um mich zu isolieren, ich gehe feiern um mitten in der Menge zu sein, um Leute kennenzulernen und ein dieses gute Gefühl eines Clubs zu haben. All das ist nicht wirklich möglich, wenn man sich abkapselt. Sprich, mich störst nicht wenn's im Club bisschen kuschelig wird, auch nicht im Drella. Der Club gehört zu den etwas höheren in München

Crux (Ledererstraße 3, 80331 München)

Für die Hip Hop Fans under euch. Das ist meiner Meinung nach der aller, aller beste Hip-Hop Club in München. Denn wie ihr vielleicht wisst, wenn's um das feiern auf Hip-Hop geht, was ich echt nicht soooo gerne mach, bin ich pingelig wo ich hingehe.  
Was es in München oft gibt sind diese Clubs, die Hip-Hop spielen und auf die Schickeria ausgelegt waren, aber nur die ganzen Assis anziehen. Das kennt ihr sicherlich oder? Die Männer die zu dir herkommen und die volle Kanne erst mal an den Arsch grabschen und dann so ein Satz kommt wie "Ey Baby, bock auf ne geile Nacht? Isch hab geiles Auto, jo. Hasch bock?". Äh… Nein. Danke. Und dazu spielen sie noch "Talk dirty to me" von Jason Derulo. Nein man! Ich hasse sowas total. 
Das Crux ist komplett anders. Wenn du da mit Kleid und High Heels ankommst, ist die Wahrscheinlichkeit eher hoch, dass du abgewiesen wirst. Ins Crux geht man mit Sneakern, Jeans und nem Tanktop. Snapbacks und Beanies sieht man auch oft, sprich es ist lässig und eher Old-School, absolut nicht typisch Schickimicki-München-Style. Die Musik ist auch immer top: Eine gute Mischung aus Hip-Hop aus dem Radio, dann Old School Songs von Eminem oä., manchmal sogar Deutsch-Rap und last but not least Trap, was ich persönlich total liebe. Die Preise im Crux sind niedriger als im Drella (Eintritt ca. 5€ und Getränke ca. 7-8€). Das Crux ist an einem Mittwoch Abend am besten, ich war sogar noch nie am Wochenende dort. Und ich muss ech sagen, ich hatte dort noch nie einen schlechten Abend!

...evtl. noch P1 (Prinzregentenstraße 1, 80538 München)

Das P1 ist so ein Ding, ich mag es auf der einen Seite, auf der anderen Seite kann ich es nicht ausstehen. Ist dort ein cooles Event von Stylight oder irgendein Terrassen Opening, whatever, dann ist es ganz cool. Denn dann erscheinen die jungen Leute. An einem stinknormalen Abend gehe ich sehr sehr ungern dort hin, weil nur "alte Säcke" rumsitzen mit ihren Flaschen und auf die junge Beute warten. Sehr unangenehm und die Musik ist meistens auch nicht sooo gut. Da gehe ich lieber ins Drella oder Crux. 
Der Club lebt durch seine Reputation der älteste Club Münchens zu sein und dass da sie echte Schickeria Münchens rumhängt, was auch alles stimmt. Aber das heißt automatisch auch dass sehr sehr viel Oberflächlichkeit vorhanden ist. Wer hat die fettere Uhr, wer hat den dickeren Porsche vor der Tür stehen, wer hat größere Brustimplantete, was auch immer. Ich mag das nicht wirklich so sehr. Ab und an hatte ich dort auch richtig gute Abende an einem normalen Wochenende bei einem Event aber es passiert nicht so oft. Dazu ist's auch noch ziemlich teuer dort. Eintritt ist frei, aber die Getränke kosten viel für einen Studenten. 14€ für einen Longdrink. Das ist schon ganz schön saftig.
Der beste Zeitpunkt ins P1 zu gehen ist definitiv die Wiesn, das war die besten Abende von allen. Aber man muss direkt erschienen wenn die Wiesn zumacht sonnt hat man absolut keine Chance reinzukommen. Das war im übrigen eine der Abende, wo ich gemerkt habe, dass man mit 0,0€ feiern gehen kann hahaha… Wiesn ist eben Ausnahmezustand. 
Ich kann euch das P1 deswegen nur so halb empfehlen. Wer es schick und teuer mag wird es mögen. 

Ja das wars an Clubs. Es gibt noch so viele mehr in München aber so gut sind sie nicht. Jack Rabbit würde mir jetzt vielleicht noch einfallen was ok, aber sonst.. Nichts wirklich. Ach noch ein Tipp. Wer asozial und richtig billig feiern gehen  will, geht an einem Mittwoch ins Willenlos in die Kultfarik: Cocktails 3,50€ :D Das hab ich auch schon ein paar mal gemacht und war auch witzig. Und das Neuraum ist nur gut wenn große DJs dort auflegen! Sonst ist es auch eher asozial.

Naja … und nebenbei gibt's noch ein Outfit. Es ist nicht so Party-like, eher Hipster-like, aber der Spruch auf meinem Beutel hat mich dazu veranlasst diesen Post zu schreiben.
Jetzt muss ich mal frühstücken gehen ich verhungre gleich. Ich hoffe euch hat mein etwas anderer Beitrag gefallen und ihr denkt nicht ich bin Alkoholikerin ! Bis bald und liebe Grüße aus dem sonnigen Hawaii xx








das ist die Veste Coburgs, juhu!



Kommentare:

  1. Love the outfits and love your photography! :)

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  2. Hey, ich mag dein Outfit ! (:
    Du hast richtig coole Fotos ♥

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  3. nice:) x
    Bianka
    http://ruhamania.blogspot.hu/

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